Zusammenfassung

Die vorliegende Publikation ist der dritte Teil des toponomastischen Wörterbuchs der Hauptstadt Warschau in ihren aktuellen amtlichen Grenzen. Der erste Teil ist 1998 erschien und umfasste die Ortsnamen im Bereich der Buchstaben A - Bo. Das Wörterbuch enthält nicht nur die geschichtliche, sowohl auch die zeitgenössische Namenkunde der Region. Es wurden hier die Ortsnamen der bewohnten Gebiete, also die Namen der Städte, Dörfer und Teilsdörfer, alten Freiheiten, Siedlungen, Residenzen, Parken, Kolonien, Vorwerke, Stadviertel, Vororten, Mühlen, Gaststätten, Förstereien, Erbanteilen usw. gesammelt. Das Wörterbuch berücksichtigt jedoch keine Straßennamen, die schon von Kwiryna Handke bearbeitet worden sind. Das Material wurde auf der Basis der historischen (gedruckten sowie handschriftlichen) und kartographischen Quellen, amtlichen Publikationen, Informatoren, Enzyklopädien, Wörter- und Adressbücher, historischen und sprachwissenschaftlichen Abhandlungen, Zeitschriften und Kalendaren überliefert, wie auch direkt an Ort und Stelle gesammelt. Der nun vorliegende dritte Teil des S³ownik nazw miejscowych Warszawy [Wörterbuch der Ortsnamen Warschaus] umfasst die ausgewählten etymologischen Ortsamen im Bereich der Buchstaben Br - Ch. Wie im Teil I. die grundsätzliche Organisationseinheit stellt ein Stichwortartikel dar. Es besteht sich aus den folgenden Elementen aus: 1. Stichwort. Nach dem Muster der Danziger Schule der Onomastik bildet es die im Lichte der Quellen älteste etymologisierte morphologische Form eines Ortsnamens in seiner Muttersprache. Wenn ein Ortsname im Laufe der Geschichte seine wortbildende Form veränderte, wird es das in dem Stichwort dementsprechend vermerkt; in der entsprechenden Stelle des Wörterbuches befindet sich gleichzeitig auch eine Anmerkung zu der primären Form. 2. Charakter der Ortschaft und ihre Lokalisation. Es wurde hier angegeben, was gewisser Ortsname nennt und wo ist eine Ortschaft gelegen. Die verschollenen Siedlungen wurden nach den historischen Abhandlungen lokalisiert, mit einer abgekürzten Anmerkung zu konkreter Monographie. 3. Quellenerwähnungen wurden chronologisch angegeben, in der folgenden Ordnung: Quellenerwähnung, Datum und Quellenstelle. Die Quellen wurden in einer Auswahl angegeben, dabei wurde immer die älteste Erwähnung angebracht und dann die weiteren, die von Abänderung des Ortsnamens sprechen. 4. Klassifikation und Interpretation der Ortsnamen. Die Ortsnamen wurden nach der semantisch-etymologischen Klassifikation von Witold Taszycki, sowie der struktural-grammatischen Klassifikation von Stanis³aw Rospond klassifiziert. Das Führungsprinzip der bei der Bearbeitung des Wörterbuchs angewandten Methodologie stellt die Erforschung der Ortsnamen in ihren gegenseitigen Einwirkung sowie in enger Verbindung mit der Siedlungsgeschichte, Archäologie und historischen Landeskunde dar. Die vorliegende Arbiet wird vor allem an die Onomastiker, aber auch an die Historiker, Landeskundler, Archäologen usw. gerichtet.

ins Deutsche übersetzt von Dariusz Kaczor

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